FAQs
Allgemeine technische Fragen
Was ist ein Sprachkanal ?
Für jedes Gespräch wird ein Sprachkanal genutzt. Sollen zwei Gespräche gleichzeitig erfolgen, werden zwei Sprachkanäle genutzt. Ist kein Sprachkanal verfügbar, kann auch kein Gespräch geführt werden. Intern ist dann kein „Amt“ verfügbar, während für externe je nach Einstellung der Besetztton zu hören ist oder keiner abhebt. Fazit: je mehr Sprachkanäle zur Verfügung stehen, desto mehr Gespräche können gleichzeitig genutzt werden.
Wieso muss ich Rufnummern bestellen ?
In der ISDN-Welt lassen sich einem Mehrgeräteanschluss zwei Sprachkanäle und bis zu 10 Mehrfachrufnummern (MSN) zuordnen. Die weltweite Telefonie kennt diesen Anschlusstyp nicht, sondern ordnet einer Nummer normalerweise genau einen Sprachkanal zu (die von Medianet genutzte Technologie erlaubt zwei Sprachkanäle pro Rufnummer). Bisherige ISDN-Teilnehmer nutzen mehrere Rufnummern gerne, um unterschiedliche Geräte oder Dienste unabhängig erreichbar zu machen (z.B. Private Rufnummer MSN1, geschäftliche Rufnummer MSN2, Fax als MSN3, u.s.w.). Um diesen Komfort weiterhin anbieten zu können, hat Medianet zwei Rufnummertypen entwickelt, die die ISDN-Möglichkeit zweier Sprachkanäle in Kombination mit einer Flat-Gebühr (für ausgehende Gespräche) bis maximal 10 Rufnummern und damit maximal 20 Sprachkanäle für eingehende Gespräche kostenfrei ermöglicht.
Kann ich meine Eumex weiter nutzen ?
Ja! Entweder direkt an einem Produkt, bei dem Medianet ISDN emuliert wie beispielsweise Home Voice ISDN oder Home Kombi ISDN + ADSL Home Kombi ISDN + VDSL) oder am internen S0-Anschluss der Fritz!Box bei Produkten ohne ISDN-Zuführung wie beispielsweise Home Kombi ADSL und Anderen. (gilt nur für den Typ Mehrgeräteanschluß)
Kann ich meinen WLAN-Router weiter nutzen ?
Je nach Leistungsumfang des gewählten Medianet Anschlusses ist vorhandenes Equipment ohne Leistungseinschränkung durchaus möglich. Die von uns getesteten Produkte der Fritz!Box-Serie aus dem Hause AVM arbeiten zuverlässig und werden von uns ausdrücklich empfohlen.
Was ist VoIP ?
Während analoge Telefonie über direkte Frequenzübertragung funktioniert, wurde beim Aufbau der ISDN-Technologie ein eigenes digitales Übertragungsverfahren entwickelt, das leider nur in wenigen Ländern eingeführt wurde. Aufgrund des Siegeszuges des Internet-Protokoll’s steht mit der IP-Technologie ein Transportnetz zur Verfügung, das nahezu an allen Standorte weltweit zur Verfügung steht. Ausgelegt auf den Transport von Daten musste ein Verfahren entwickelt werden Sprache (englisch voice) über das Internet zu transportieren: Voice over Internet-Protokoll.
Was ist Quality of Service (QoS) ?
Da die Qualität der Sprachübertragung wesentlich von der Schnelligkeit abhängig ist, mit der die Sprach-Datenpakete vom Absender zum Empfänger gelangen müssen, muss sichergestellt werden, dass die Sprachpakete bevorzugt vor allen anderen Daten befördert werden, damit keine Qualitätseintrübungen (Knacken, metallisch klingende Verzerrungen, ungewollte Abbrüche) auftreten. Um dies zu erreichen, werden die Sprach-Datenpakete vom Absender mit dem Merkmal QoS versehen. In der Folge müssen alle Zwischenstationen der Kommunikationsverbindung in der Lage sein, „Quality of Service“ (QoS – ein Kennzeichen innerhalb des Internet-Protokolls) zu unterstützen und die so gekennzeichneten Sprachpakete bevorzugt durchzuleiten.
Was ist SIP ?
Das SIP-Protokoll (Session Initiation Protocol) beschreibt die Mechanismen, wie Sprache und weitere Dienste (z.B. Video) über ein Datennetz übertragen werden können.
Warum kann ich nicht weiter mit ISDN arbeiten ?
Der größte Anbieter von Telefoniedienstleistungen in Deutschland hat angekündigt, seine Systeme im Rahmen einer Erneuerung auf die IP-Technologie bis Ende 2011 umzustellen. Damit verschwindet die ISDN-Technologie vom Markt und wird durch die VoIP-Technologie ersetzt. Der Anschlusstyp wechselt von ISDN (S0) auf Ethernet, das sich als weltweite Transporttechnologie durchgesetzt hat und typisch in Zusammenhang mit einem Internet-Anschluss geliefert wird.
Was ist eigentlich analog ?
Beim Analog-Verfahren wird der Schall über ein Mikrofon aufgenommen und in Signalwellen konvertiert, die dann direkt auf dem Verbindungsmedium (typisch Kupfer-Doppelader) bis zum Ziel übertragen werden, wo sie dann wieder über einen Lautsprecher in Schall zurückgewandelt werden. Diese Frequenzen werden analog zum eingehenden Schall erzeugt. Analog-Telefonie wird weltweit nahezu überall unterstützt, kann aber maximal nur einen Sprachkanal bereitstellen.
Was ist eigentlich digital ?
In der englischen Sprache bedeutet Digit Zahl oder Zahlenwert. Beim Digital-Verfahren wird der Schall über ein Mikrofon aufgenommen und in Zahlenwerte (Spannungsverhältnisse) konvertiert, die dann direkt auf dem Verbindungsmedium (Kupfer-Doppelader, Lichtwellenleiter, o.a.) bis zum Ziel übertragen werden, wo sie dann wieder in ein analoges Signal gewandelt über einen Lautsprecher in Schall zurückgewandelt werden. Die Digitaltechnik bietet erheblich mehr Möglichkeiten als die Analogtechnologie.
Was ist ein Protokoll ?
In der Kommunikationstechnik steht die Benennung Protokoll für eine Kommunikationsvereinbarung. Wenn beide Kommunikationspartner das gleiche Protokoll verwenden, können sie sich auch verstehen. Eine Analogie dazu ist die menschliche Sprache. Wenn beide Kommunikationspartner „deutsch“ sprechen, sind die Laute, die ein jeder ausspricht, als Worte definiert und verständlich. Kommt es zu einem Dialogversuch zwischen zwei Partnern, die jeweils unterschiedliche Sprachen sprechen, muss einer von beiden die Sprache des anderen lernen, damit es zu einer (sicheren) Verständigung kommt.
Was bedeutet „ISDN Emulation“ ?
Die technische Beschreibung von ISDN unterteilt sich in die Bereiche Übertragungsmedium (Zugangsleitung, Übergabeschnittstelle) und Services (Telefonie, u.a.). Beide Bereiche sind jeweils in einem Protokoll genau beschrieben. Medianet übergibt die Zugangsleitung auf Wunsch weiterhin gemäß der ISDN-Spezifikation. Leider kennt der neue SIP-Standard nicht alle Services (Leistungsmerkmale), die mit ISDN angeboten werden. Medianet ist es gelungen, die ISDN-Leistungsmerkmale dennoch weiterhin verfügbar zu machen. Als wichtigste nicht mehr abbildbare Merkmale sind der Gebührenimpuls und Datenübertragung (z.B. zur Überwachung von Alarmanlagen oder Zugang für Fernkonfiguration) zu nennen. Aufgrund dieser Einschränkungen spricht Medianet von einer ISDN Emulation.
Was ist Internet-Telefonie ?
Da VoIP auf das SIP-Protokoll aufsetzt, das seinerseits die Sprachkommunikation über ein Datennetz steuert, bietet sich das Internet als Übertragungsmedium an. Der Vorteil des Internet, sich ohne zentrale Instanz entwickeln und funktional erweitern zu können, zeigt sich in diesem Fall als Nachteil, da ein bevorzugter Transport gemäß QoS von der Auslastung und QoS-Umsetzung der einzelnen Netzbetreiber anhängt, die in der Summe das Internet ausmachen.
Was ist eine Rufnummer „flat“ ?
Bei Rufnummern des Typs „flat“ sind alle Gespräche über die beiden zugehörigen Sprachkanäle in das deutsche Festnetz mit der monatlichen Grundgebühr abgegolten. Anrufe zu Sonderrufnummern werden gemäß Tarif in Rechnung gestellt.
Was ist eine Rufnummer „standard“ ?
Bei Rufnummern des Typs „standard“ werden alle Gespräche über die beiden zugehörigen Sprachkanäle gemäß des jeweils gültigen Sprachtarifs abgerechnet.
Kann ich meine Endgeräte weiter nutzen ?
ISDN-Endgeräte lassen sich bei Produkten mit ISDN-Emulation auch weiterbenutzen. Wird ein Produkt ohne ISDN-Emulationszugang genutzt, empfiehlt sich der Einsatz einer AVM Fritz!Box, die den SIP-Standard auf das ISDN-Protokoll umsetzt.
Was ist der Unterschied zwischen einem Kupfer- und
Glasfaseranschluss ?
Kupfer verfügt als Metall über die Eigenschaft, elektrischen Strom gut durchleiten zu können. Dabei gibt es aber zwei Umstände, die Leitfähigkeit dieses Mediums einschränken. Zum Einen wird das Signal immer schwächer (Dämpfung), je weiter das Kundengebäude vom Anschaltpunkt entfernt ist. Zum Zweiten sind die Kupferadern in Kabelbündel parallel zueinander verlegt, so dass es zu gegenseitigen Induktionen kommt (Übersprechen), die immer aufwendigere Fehlerkorrekturmaßnahmen bedingen und ihrerseits den Datendurchsatz einschränken. Die Einschränkung durch Übersprechen ist um größer, je mehr Kupferdoppeladern in diesen Kabelbündeln Daten mit hoher Geschwindigkeit parallel transportieren müssen. Eine Festlegung oder gar Garantie einer Bandbreitenangabe ist daher technisch nicht möglich. Bei der Glasfasertechnologie werden die elektrischen Impulse in Lichtimpulse umgesetzt und über hochreine Glasfasern mit extrem geringer Dämpfung übertragen. In Folge dieser Technologie gibt es keine störende Induktion über wesentlich weitere Entfernungen.
Was ist eigentlich ADSL ?
Eine Asymmetrische Teilnehmeranschlußleitung (Digital Subscriber Line) bietet unterschiedliche Datengeschwindigkeiten an. Der Datendurchsatz vom Provider oder Internet-Service zum Kunden ist dabei wesentlich höher als umgekehrt. Mit ADSL steht eine preiswerte Datentransporttechnologie zur Verfügung, die den Eigenschaften von Kupfer-Anschlüssen unterworfen sind. ADSL-Anschlüsse sind zur Realisierung von Privat-Anschlüssen und kleiner Unternehmungen nachgefragt (SOHO).
Was ist eigentlich SDSL ?
SDSL gilt als Königsklasse bei Kupferverbindungen. Sie bietet den gleichen Datendurchsatz von und zum Provider oder Internet-Service (symmetrisch). Die SDSL-Technologie ist auf das Erreichen der höchsten Güteklasse bei Kupfer-Anschlüssen entwickelt worden.
Was ist eigentlich VDSL ?
Bei VDSL handelt es sich um eine asymmetrische Teilnehmeranschlußleitung, die aufgrund der nur kurzen Entfernung zum nächstgelegenen KVZ (Kabelverzweiger) oder HVT (Hauptvermittlungsstelle der DTAG) Datengeschwindigkeiten von bis zu 50/10 MBit/s (Down/Up) zulässt.
Was ist eigentlich FDSL ?
Produkte auf Glasfasertechnologie für Privatkunden und kleine Unternehmen (SOHO) werden im Hause Medianet unter Fiber Digital Subscriber Line (Glasteilnehmeranschluss) angeboten mit Datengeschwindigkeiten von bis zu 50/10 MBit/s (Down/Up) angeboten.